STAHLROHRPFAHL (erschütterungsarm)

Der Stahlrohrpfahl eignet sich besonders für die Ausführung von Bauarbeiten in Gebäuden oder bei erschwerten Zugängen. Je nach Arbeitsverhältnissen, Pfahlabmessungen und Bodenbeschaffenheit kann das Einbringen mitsehr kleinen zerlegbaren Maschinen auf Gummireifen ausgeführt werden (siehe Abbildung unten), die durch eine schmale Türöffnung eingefahren werden oder durch schwerere Maschinen auf Gliederketten (siehe Abbildung oben).

Da die Masse des Stahlrohrpfahls viel geringer als diejenige des gleich schweren Betonpfahls ist, kann das Einbringen mit einem ziemlich leichten Freifallhammer erfolgen. Infolgedessen hält sich die anfallende Erschütterungs- stärke relativ in Grenzen.

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Der am häufigsten eingesetzte Pfahl für begrenzte räumliche Bedingungen ist der Stahlrohrpfahl. Der Pfahl wird aus elektrisch verschweißten Stahlrohr- abschnitten zusammengesetzt. Im ersten Rohrabschnitt befindet sich ein Kiespropf. Auf diesen Pfropf fällt ein Fallhammer, wobei das Rohr als Führung für den Hammer fungiert. Wenn der Pfahl die Endtiefe erreicht hat, wird er in der gewünschten Höhe abgeschnitten und mit Beton gefüllt, mit einer Stahleinlage für die oberen Meter. Der Pfahl kann mit einer Fußplatte oder einer Fußverbreiterung aus Stahlbeton oder einem nach dem Einrammen angebrachten Fuß versehen werden.

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EINSATZ STAHLROHRPFAHL:
  • geringe Arbeitshöhe, z.B. in Gebäuden, unter Straßenü berführungen oder in Maschinenhallen unter Rohrleitungen u.ä;
  • schwer zugängliche Stellen, z.B. innerhalb des Hauses, in Gä rten oder zwischen Fabrikanlagen und Rohrleitungen u.ä;
  • wenn schwere Rammarbeiten nicht erlaubt sind;
  • wenn Bauarbeiten lärmarm durchzuführen sind;
  • als Mantelrohr für Hubkolben (für Aufzüge, Hebebühnen u.a.).


TECHNISCHE DATEN ROHRPFAHL:
  • Durchmesser der Stahlrohrabschnitte: 114 mm, 133 mm, 168 mm, 219 mm, 273 mm, 324 mm, 355 mm, 406 mm, 457 mm, 508 mm. Größere Durchmesser auf Anfrage;
  • Pfahlfußdurchmesser (Typ b, siehe Zeichnung weiter unten): meistens nicht breiter als das 1,4fache des Rohrdurchmessers; Fußdurchmesser (Typ c und Typ d, siehe Zeichnung weiter unten): meistens nicht breiter als das 1,7fache des Rohrdurchmessers;
  • Empfohlene Fußdurchmesser: 150 mm, 185 mm, 210 mm, 235 mm, 250 mm, 290 mm, 310 mm, 340 mm, 360 mm, 380 mm, 420 mm, 450 mm, 480 mm;
  • Pfahllänge: je nach Tiefe der tragfähigen Schicht, grundsätzlich aber unbegrenzt;
  • Betongüte: C20/25 oder C25/30;
  • Bewehrung: min. ca. 2,5 m von oben; Zugpfähle: im allgemeinen bis zum Fuß bewehrt;
  • Belastung: bis 2000 kN, je nach Bodenverhältnissen;
  • Schrägstellung: max. 2:1;
  • Länge der Rohrabschnitte: je nach Arbeitsverhältnissen;
  • Masse des Freifallhammers: von 150 kg bis 3.000 kg, je nach Pfahlabmessungen und Bodenverhältnissen.
  • bei Explosionsgefahr können die Pfahlabschnitte statt verschweißt, durch Rohrverschraubungen zusammengesetzt werden;
  • Arbeitshöhe: ab 1,8 m, je nach Höhe des benötigten Freifallhammers;
  • Zugangsbreite: ab 0,6 m, je nach Pfahlabmessungen und benötigter Schlagramme;
  • Kontrollmöglichkeiten: Einstellung der Eindringtiefe pro Schlag. Mittels Sichtkontrolle der Innenseite des Stahlrohrs kann die Geradheit des Pfahles im Boden kontrolliert werden.


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