STAHLROHRPFAHL
erschütterungsfrei

Dieser Pfahltyp wird aus Stahlrohren zusammengesetzt, die mittels Pressen oder Drehen in Kombination mit Bohren niedergebracht werden. Der Pfahl wird aus Teillängen von ca. 2 m zusammengesetzt, die mittels Schweißen verbunden werden. Der untere Pfahlabschnitt kann mit einem Schraubenblatt ausgestattet werden. Wenn der Pfahl die Endtiefe erreicht hat, wird unter dem Pfahl eine Fußverbreiterung gebildet. Die Größe dieses Fußes entspricht der erforderlichen Pfahltragfähigkeit. Der Pfahl wird mit Beton befüllt und oben mit einer Stahleinlage fertiggestellt. Nötigenfalls wird der Pfahl über die gesamte Länge bewehrt. Die für dieses Pfahlsystem erforderlichen Geräte sind vollständig zerlegbar und kleiner als 700 mm, so daß innerhalb des Hauses oder bei erschwertem Zugang gearbeitet werden kann. Dieses erschütterungsfreie Verfahren des Einpressens von Stahlrohrpfählen eignet sich für Arbeiten, die erschütterungsfrei ausgeführt werden müssen. Als besonderes Merkmal dieses Pfahls gelten die Fußverbreiterung, die sich günstig auf die Setzung auswirkt - derjenigen eines eingerammten Pfahls vergleichbar - sowie die Prüfbarkeit des Schaftes nach Einpressung des Stahlrohrs.



EINSATZ ERSCHÜTTERUNGSFREI EINGEPRESSTER STAHLROHRPFAHL:
  • wenn Arbeiten erschütterungsfrei durchgeführt werden müssen, wie etwa im Falle von baufälligen Bauteilen oder in der Nähe von erschütterungsempfindlichen Geräten;
  • wenn Rammen wegen sehr dichter Sandschichten nicht möglich ist;
  • bei geringer Arbeitshöhe;
  • in Räumen mit erschwertem Zugang, beispielsweise in Kellern;
  • wenn die Arbeiten lärmarm durchzuführen sind, beispielsweise in Krankhäusern oder Schulen;
  • falls Explosionsgefahr besteht;
  • als Mantelrohr für Hubkolben (für Aufzüge, Hebebühnen u.a.).


TECHNISCHE DATEN ERSCHÜTTERUNGSFREI EINGEPRESSTER STAHLROHRPFAHL:
  • Durchmesser der Stahlrohrabschnitte:
    133 mm, 168 mm, 219 mm, 273 mm, 324 mm, 355 mm, 406 mm, 457 mm.
    Größere Durchmesser auf Anfrage;
  • Fußdurchmesser: bis 1,7fache des Rohrdurchmessers;
  • Pfahllänge: je nach Tiefe der tragfähigen Schicht, große Pfahllängen sind aber möglich;
  • Betongüte: C20/25 oder C25/30;
  • Bewehrung: min. ca. 2,5 m von oben;
  • Belastung: bis 1000 kN;
  • Schrägstellung: max. 5:1;
  • Länge der Rohrabschnitte: je nach Arbeitsverhältnissen;
  • bei Explosionsgefahr können die Pfahlabschnitte statt durch Schweißen mit Rohrverschraubungen zusammengesetzt werden;
  • die erforderliche Arbeitshöhe beträgt 2 m. Unter besonderen Umständen lassen sich die Arbeiten bei noch geringeren Arbeitshöhen durchführen;
  • Zugangsbreite: ab 0,6 m, je nach Pfahlabmessungen und benötigten Geräten;
  • Kontrollmöglichkeiten:
    Mittels Sichtkontrolle der Innenseite des Stahlrohrs kann die Geradheit des Pfahls im Boden kontrolliert werden. Nötigenfalls läßt die Einpreßtiefe sich anhand von Bodenproben aus dem hohlen Pfahlkern prüfen.

Änderungen vorbehalten

home