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BETONPFAHL Typ SV

erschütterungsarmes Einbringen, bodenverdrängend

Der Verschraubungspfahl ist ein aus vorgefertigten Stahlbetonabschnitten zusammengesetzter Pfahl. Jeder Betonabschnitt enthält einen durchgehenden Bewehrungsstab mit Gewinde. Mittels dieses Gewindes werden die Teillängen miteinander verbunden, so daß ein Pfahl mit durchgehendem Bewehrungskern entsteht. Die Verbindung kann Druckkräfte, Zugkräfte und Momente aufnehmen. Zur Vermeidung von Korrosion kann die Schraubverbindung mittels einer Fettschicht und eines Dichtungsrings von der Umgebung isoliert werden.

Die Pfahlabschnitte werden mit großer Präzision vorgefertigt. Die Stirnflächen werden genau rechtwinklig zur Pfahlachse ausgeführt. Ein nicht kraftschlüssiges Zusammensetzen der Pfahlabschnitte ist bei diesem System nicht möglich. Das Ergebnis ist eine gerade Pfahlachse.

Das SV-Verschraubungssystem stellt eine Verbesserung in bezug auf die vordem üblichen Verbindungen dar, und zwar hinsichtlich Biegesteifigkeit, Geradheit des Pfahls, Zugaufnahme, Momentenaufnahme, Korrosionsbeständigkeit, Zuverlässigkeit und Gestehungspreis. Infolge der verbesserten mechanischen Eigenschaften der Verschraubung läßt sich dieser Pfahl mit einer Fußverbreiterung oder Fußplatte ausstatten.

Der Pfahl wird mit einem Freifallhammer eingerammt. Zu diesem Zweck wurde eine elastische Spezialrammhaube entwickelt, die eine optimale Anpassung zwischen Hammer und Pfahl bewirkt. Das Resultat ist, daß ein möglichst großer Anteil Rammenergie für das Einbringen des Pfahls genutzt wird. Das heißt, daß diese Energie nur sehr begrenzt als Erschütterungen auf die Umgebung übertragen wird. Mit dieser Technik können Pfähle außerdem mit einem verhältnismäßig kleinen Freifallhammer in den festen Untergrund eingerammt werden, so daß eine große Tragfähigkeit erreicht wird. Für dieses Pfahlsystem sind diverse Schlagrammen in diversen Größen verfügbar. Der Pfahl eignet sich besonders für Arbeiten unter engen räumlichen Bedingungen oder bei erschwertem Zugang.



EINSATZ SV-PFAHL:
  • geringe Arbeitshöhe oder erschwerter Zugang;
  • als Zugpfahl;
  • wenn der Pfahl Momente oder Horizontalkräfte aufnehmen muß;
  • zur Verkürzung der Bauzeit;
  • falls infolge Hindernisse im Boden ein biegesteifer Pfahl erforderlich ist;
  • falls Explosionsgefahr besteht;
  • es können Elektromaschinen eingesetzt werden, wodurch Abgase vermieden werden.


TECHNISCHE DATEN SV-PFAHL
  • Abmessungen ø 210 mm ø 280 mm
    Länge der Pfahlabschnitte 1,5 m 1,5m oder 2m
    Betongüte C35/45 C35/45
    Bewehrungsstab: GEWI-Stab ø 20 mm ø 28 mm
    Stahlsorte 500/550 500/550
    Mindestvorspannkraft 350 Nm 500 Nm;

  • Die Verschraubungen in Grundwasserstandnähe oder oberhalb (in der Regel die Verschraubung zwischen den oberen beiden Pfahlabschnitten) werden mit einem geschlossenzelligen PÄ-Dichtungsring sowie einer Fettschicht vor Korrosion geschützt;

  • Rechtwinkligkeit Pfahlkopf: 0,01 Rad

  • Der Pfahl wird in zwei Ausführungen geliefert: mit Fuß verbreiterung
    oder mit Fuß platte.
    Seite dreieckige Fuß  
    platte oder Fuß
    Fuß fläche
    ø 210 mm

    365 mm
    0,0573 m²
    ø 280 mm

    485 mm
    0,102 m²;

  • Pfahllänge: je nach Bodenbeschaffenheit bis ca. 30 m;

  • Mechanische Eigenschaften
    Zulässige Schafttragfä higkeit 
    Zulässige Zugkraft
    Zulässiges Moment (Biegung) für
    einen auf Druck belasteten Pfahl
    ø 210 mm
    550 kN
    90 kN

    7,5 kNm
    ø 280 mm
    950 kN
    180 kN

    16,5 kNm

    Bei kleinen oder groß en Normalkräften oder Zugkräften hängt das zulässige Moment nur in geringem Maße von der Verteilung der Bewehrung ab. Das heißt also, daß bezüglich auftretender Belastungen bei Transport oder Einbringen des Pfahls und in den meisten Fällen während des Einsatzes dieselben Anforderungen (Bewehrungsanteil) an den Bewehrungsstab gestellt werden müssen wie an einen vorgefertigten Betonpfahl;

  • Schrägstellung: bis 6:1;
  • Arbeitshöhe: ab 3 m, erforderliche Zugangsbreite ab 0,7 m.;
  • Mindestabstand ab Pfahlkern bis zu einer Mauer: 400 mm;
  • Kontrollmöglichkeiten: Einstellung der Eindringtiefe pro Schlag.

Änderungen vorbehalten

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